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Deutscher Wein

Riesling aus Deutschland ist weltberühmt. Das überwiegend kühle Klima und die kargen Böden verleihen der „Königin der Weißweinreben“ in unseren Breitengraden ihre unvergleichlich klare Frucht, Mineralität und Finesse. Doch auch deutscher Rotwein macht seit einiger Zeit, mit oft unerwartet hohen Bewertungen von sich reden.

Gewiss, die klimatischen und geologischen Voraussetzungen in Deutschland verlangen Reben und Winzern einiges ab: Die Weinstöcke müssen ihre Wurzeln tief in die kargen Böden entlang der Flüsse graben, die Handlese in oft steilsten Hanglagen ist äußerst hart. Und sogar der Weingenießer muss die außergewöhnlichen Qualitäten erst mit Verstand erobern, bevor sich seine Sinne daran berauschen. Allein elf der 13 deutschen Anbaugebiete liegen am Rhein und seinen Nebenflüssen. Die Reben sind hier häufig in extremer Steillage gepflanzt, um soviel Sonne wie möglich zu erhaschen. Seit einigen Jahren hat der internationale Trend zum Rotwein auch Deutschland ergriffen und die hiesigen Qualitäten deutlich vorangebracht. Vor allem die Spätburgunder überzeugen und sind in Parallelverkostungen ihrem französischen Bruder, dem burgundischen Pinot Noir, nicht selten überlegen. Neben dieser, für den Winzer eher kapriziösen Rebsorte, behaupten sich Neuzüchtungen, wie z.B. der Dornfelder mit Erfolg.


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Deutschlands weiße Rebsorten


Gelber Muskateller, Muscat à Petits Grains

Diese intensive und aromatische Sorte aus der Familie der Muskatellerreben ist vielseitig ausbaubar und wird als eine der ältesten Rebsorten europaweit angebaut. Im Süden Frankreichs, Elsass, Österreich, Portugal, Spanien und Italien hat sie als duftige und vielfruchtige Rebsorte ihre Tradition. Während sie im Mittelmeerraum auch als gespriteter Dessertwein ausgebaut wird, wird sie in Deutschland häufig trocken, aber auch edelsüß, vinifiziert. Neben Gewürztraminer ist Gelber Muskateller eine echte Aromarebsorte. Deren Vielfalt dem Wort Bouquet als Weinbeschreibung gerecht wird: Blüten, Gewürze wie Kardamon und Muskat, tropische Früchte erinnern schon an Orient mit einer fruchtigen Frische.


Gewürztraminer, Roter Traminer, Klevner

Gewürztraminer ist eine Aromarebsorte mit üppigen Duft und sattem Geschmack. Sie ist eine Mutation aus Savagnin blanc und zeigt eine gelbliche bis rötliche Färbung beim Ausreifen. Tramin in Südtirol ist der Namensgeber für die Sorte, die außer in Südtirol noch im Elsass zu den wichtigen Rebsorten zählt und in Deutschland angebaut wird. Auch in Übersee findet man sie mittlerweile (Australien, Neuseeland, Kanada). Sie wirkt voluminös und hat bei voller Reife wenig Säure. Eigen ist ihr der Duft und Geschmack von Rosenblütenblättern, Litschi und gelben Früchten. Da der Trend heutzutage weg von zu wuchtigen Weinen geht, braucht es Erfahrung den richtigen Lesezeitpunkt beim Gewürztraminer zu finden: wenn Ihr Aroma voll ausgereift ist und noch Säure vorhanden ist. Dann sind die Weine schlanker und harmonisch bei vollem Bouquet. Sie eignet sich auch zum Ausbau von edelsüßen Weinen.


Grauburgunder, Ruländer, Pinot Grigio, Pinot Gris

Dieser Burgundertyp ist eine Mutation und eine hellrötliche Variante des Pinot Noir ( Spätburgunder). Lässt man Grauburgunder lang genug auf der Maische stehen, können leicht roséfarbene Weine entstehen. An der Loire wird daraus ein blassrosa farbener Rosé vinifiziert, während er in Deutschland ein klassischer Weißwein ist. Als Ruländer ist der graue Burgunder ein restsüßer Wein. Es bezeichnet die gleiche Rebsorte nur einen anderen Weintyp. Grauer Burgunder trocken ausgebaut erbringt körperreiche und säurearme, sanft aromatische Weißweine. Hauptanbaugebiet in Deutschland ist Rheinland Pfalz und an 2. Stelle Baden. Im Elsass ist er als Pinot Gris eine wichtige Rebsorte für reife, kraftvolle Weine. Im Friaul heißt er Pinot Grigio. Dort wird er früher gelesen und eher leichter ausgebaut.


Riesling

Riesling ist die deutsche Königin der Rebsorten. Sie wächst natürlich nicht nur an der Mosel und nicht nur in Deutschland! Auch wenn dort die weltberühmten Rieslinglagen sind, und restsüße Rieslinge von dort weltweiten Ruhm genießen. Sie wächst in allen deutschen Anbaugebieten und ist auf fast einem Viertel der gesamten Anbauflächen Deutschlands zuhause. Sie wird außer trocken auch in allen Süßegraden (halbtrocken, lieblich, edelsüß) ausgebaut und bringt herausragende Eisweine hervor. Der Säureanteil ist bei Riesling höher als bei anderen Sorten. Das macht die Weine viele Jahre lagerfähig. Zudem lässt sich Riesling auch versekten. Je nach Bodentyp seines Standortes prägt er unterschiedliche Aromen aus und wird gerne auch als „Terroirwein“ ausgebaut. Sie mag das kühle Kima und zeigt dort auch deutlich mehr Eleganz. Angeplanzt wird Riesling auch in anderen Ländern, Frankreich (im Elsass), Österreich, der dortige Welschriesling hat keine Verwandtschaft zum Weißen Riesling, USA, Kanada, Australien, Neuseeland und sogar in Südafrika.


Rieslaner

Der Rieslaner ist eine Kreuzung aus Silvaner und Riesling, die August Ziegler in Veitshöchheim als Neuzüchtung entwickelte. Erst seit den 1950er Jahren wird sie in Franken und der Pfalz angebaut. Außerhalb Deutschlands findet man sie nicht. Er braucht lange bis er voll ausgereift ist und kann in guten Jahren auch edelsüße Weine hervor bringen. Lebendige Säure und frische Aromen von Zitrus und Apfel sind ihm eigen.


Rivaner

Der Name Rivaner ist aus einer fälschlichen Annahme, es sei eine Kreuzung aus Riesling und Silvaner, hervorgegangen. Rivaner ist ein Synonym für die Rebsorte Müller Thurgau, die von Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau aus den Rebsorten Riesling und Madeleine Royal gekreuzt und in Geisenheim gezüchtet wurde. In Deutschland wurde die ertragsstarke Müller Thurgau Rebe für die Massenproduktion (Liebfrauenmilch) benutzt und hat einen gehörigen Imageschaden davon getragen. Heute wird sie auch ertragsreduziert kultiviert und bringt durchaus Zitrus- und leicht gelbfruchtige Aromen mit. Diese anspruchsvolleren Vertreter der Sorte kommen mit dem Namen Rivaner auf den Markt.


Scheurebe

Die Scheurebe ist noch ihrem „Erfinder“ Georg Scheu benannt. In Deutschland wird sie am meisten in der Pfalz angebaut. Sie ist eine sehr aromatische Rebsorte und wird auch zum Süßwein ausgebaut. In Österreich gibt es Süßweine aus „Sämling 88“ in der Gegend am Neusiedlersee und in der Südsteiermark. In Deutschland erfreut sich die Rebsorte eines Comebacks. Gerne wird sie in Sommerweincuvées mit verwendet und auch immer öfter erfrischend trocken oder feinherb ausgebaut. Sie erinnert geschmacklich ein bißchen an Sauvignon Blanc obwohl sie eine Kreuzung aus Riesling und Bukettraube ist.


Silvaner

Die typische Rebsorte im Frankenland, wo auch die elegantesten Weine aus Silvaner entstehen. Sie stammt ursprünglich aus Österreich und wurde dort einfach als „Österreicher“ bezeichnet. Spritzig und angenehm leicht auf der Zunge ist sie der klassische Wein zum Spargel. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war sie die meist angebaute Rebsorte in Deutschland. Heute sind „nur noch“ ca. 5.000ha, davon allein 2.500ha in Rheinhessen mit ihr bestockt. Dort hat das Weinmarketing ein qualitativ hoch angesiedeltes Gütesiegel für den Wein dieser Rebsorte geschaffen, den RS oder Rheinhessen Silvaner. Hiermit sind trockene Klassiker als Qualitätsweine der Region ausgezeichnet. Der neutrale, fein aromatische Charakter der Rebsorte macht sie zu einem guten Geschmacks-Spiegel ihres Untergrundes.


Weißburgunder

Auch der Weißburgunder gehört zur Familie der Burgundertrauben. Er ist eine weitere Mutation aus dem Pinot Noir, sozusagen in zweiter Generation eine Weiterentwicklung aus dem Pinot Gris. Sie ist in ganz Europa vertreten und wurde lange Zeit mit dem sehr ähnlichen Chardonnay verwechselt und auch zusammen angepflanzt. Weißburgunder ist rund und frisch im Geschmack mit wenig Säure. Je nach Reife und Ausbau entstehen aber auch langlebige, gehaltvolle Qualitäten.


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