Skip to Main Content »

Kasse
0 Produkte 0,00 €
 

Rebsorten

Die Weinrebe

Die Weinrebe ist ein in die Höhe rankender Strauch, ein Obstgehölz, das klettern kann aber auch in Buschform Früchte trägt. Sie gehört zur Familie der Vitis. Zur Vitis vinifera, einer Unterart der Gattung, gehören die meisten bei uns kultivierten Rebsorten.

Warum unterscheiden wir Weine nach Rebsorten?

Im Grunde ist es ganz einfach. Genauso wie wir verschiedene Sorten Äpfel oder Birnen im Supermarkt finden oder Kartoffeln nach ihrer Beschaffenheit für die Zubereitung einer Speise auswählen, so gibt es auch verschiedene Eigenschaften bei Weiß- und Rotweinrebsorten. Oft lässt sich deutlich geschmacklich erkennen aus welcher Rebsorte ein Wein gemacht ist. Persönliche Vorlieben lassen sich dann gezielt beim Weineinkauf umsetzen. Es ist hilfreich zu wissen, was den Unterschied zwischen z.B. Spätburgunder und Cabernet Sauvignon macht. So lassen sich Rebsorten in fruchtbetonte oder kräftige, würzige Weine unterscheiden und zuordnen. Natürlich spielen Herkunft und Kellertechnik auch immer eine wichtige Rolle, aber die Rebsorte gibt schon mal eine Geschmacksrichtung vor.

Im Laufe der Jahrzehnte sind immer mehr Rebsorten gezüchtet worden. Je nach Region gibt es auch viele ursprüngliche, autochtone, Pflanzen. Sie haben sich auf die Gegebenheiten ihrer Herkunft und Umgebung optimal eingestellt. Das sind Rebsorten, die landestypisch, oft begrenzt auf eine kleine Region, angebaut und deren Kultur gepflegt wird. Sie erbringen in dem geeigneten Umfeld gute Qualitäten und Ertrag, da Klima und Boden für sie optimal sind.

Neue Züchtungen:

Ertragseinbußen (z.B. durch zum Verrieseln neigende Rebsorten) oder die Krankeitanfälligkeit bestimmter Sorten können durch die Kreuzung mit einem stärkenden Partner zu einer neuen Züchtung und erfolgreichen Anbau im Ertragsweinbau verhelfen. Die sogenannten „Piwis“, pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, wurden schon seit den 60er Jahren entwickelt und Sorten wie Regent, Cabernet Cortis oder Johanniter sind heute Bestandteil im Weinbau. Besonders in nördlichen Anbaugebieten mit viel Feuchtigkeit werden in Versuchsanlagen bis nach Norwegen solche Sorten kultiviert.

Rebsorten als Spiegel der Herkunft

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Rebsorte ein Spiegel der Herkunft ist. Rebsorten, die in der Sonne und Hitze eines regenarmen Sommers am Mittelmeer bestehen, werden im Norden nicht fruchtig ausreifen. Anders herum bekämen die „cool climate“ Reben im Süden Sonnenbrand und hätten weder Eleganz noch Langlebigkeit. Global Player wie Chardonnay z.B. sind fast überall in der Weinwelt heimisch geworden. Da ist es interessant herauszuschmecken, ob der Chardonnay aus dem Burgund in Frankreich anders schmeckt als der aus Kalifornien, USA.

In klassischen Rotweincuvées aus Châteauneuf-du-Pape oder aus dem Bordeaux z. B. werden Rebsorten miteinander kombiniert. Das Wissen um eine ausdrucksstarke Kombination der verschiedenen Rebsortencharaktere, wird oft von einer Generation an die nächste weitergegeben. Es ist ein wohl gehütetes Geheimnis der Kellermeister, das den ganz eigenen Stil eines Weingutes ausmacht.

Haben Sie schon eine, zwei oder drei Lieblingsrebsorten für sich herausgeschmeckt und suchen Ihre Weine nach Rebsorten aus? Durch die Beschreibungen der verschiedenen Traubenarten können Sie mehr über die Herkunft und „Verwandtschaft“ der Rebsorten erfahren. Vielleicht machen Sie dabei eine leckere Neuentdeckung für sich?

Veröffentlicht: 11.01.2018
Autor: Anke Kürschner
 

Bitte warten…

In den Warenkorb gelegt Weiter einkaufen
Zum Warenkorb