Da ich mich seit Jahrzehnten mit Wein beschäftige, kann dieser Beitrag nicht unparteiisch sein. Soll er auch nicht, denn schließlich möchte ich von meiner Warte aus, die Vielschichtigkeit, mit der Wein seit Jahrtausenden in die menschliche Zivilisation Einzug gehalten hat, beleuchten.



Wein ist …
Wein ist Kulturgut.
Wein ist Mythos.
Wein ist Wahrheit.
Wein ist Teil religiöser Riten.
Wein ist Geschichte.
Wein ist Berufung.
Wein ist Landschaft.
Wein ist ein miteinander Teilen von Geschmack, Genuss und Gefühlen.
Wein ist deutlich mehr als nur ein Wort mit vier Buchstaben. Wein ist der besondere Rebensaft, der schon in der Bibel Erwähnung findet. Wein symbolisiert im christlichen Glauben das Blut Jesu Christi und steht bildhaft dargestellt für Lebensfreude, Erlösung und Arznei für Leidende, wie auch die Legende des Trierer Kurfürsten Boemund II bei seinem Aufenthalt in der Bernkasteler Burg Landshut schalkhaft erzählt.
Die folgenden Zeilen sollen weder wissenschaftlicher Beitrag noch eine verherrlichende Rechtfertigung über das alkoholische Getränk Wein sein, sondern vielmehr die verschiedenen Facetten von Wein in unserer heutigen Kultur aufzeigen. Damit keine einseitige Verteufelung oder Lobpreisung des „heiligen Weines“ die Gemüter erhitzt, ist es sinnvoll mit der gemeinsamen Geschichte von Wein und Mensch zu beginnen.
Es war einmal …
Wein hat Geschichte
Fossile Funde belegen, dass wilde Weinreben schon vor 80 Mio. Jahren wuchsen. Aus diesen wilden Reben ist u. a. die Vitis vinifera hervorgegangen, aus der sich die ca. 10.000 heute für den Weinbau genutzten Sorten entwickelten und gekreuzt wurden.
Untersuchungen aus diesem Jahrtausend belegen ursprünglichen Weinbau schon 11.000 vor Chr. im Kaukasus. Immer wieder wird Georgien als Wiege des Weinanbaus erwähnt, wo wohl schon 8.000 vor Chr. von Menschen Wein angebaut wurde.
Über den Nahen Osten, Ägypten, Griechenland und Italien wanderte die Pflanze mit den Menschen über Berge, durch Flüsse und Täler und verteilte sich in ganz Europa. Nicht nur auf dem europäischen Kontinent fand die Weinrebe Platz und rankte überall dort, wo Menschen sesshaft wurden, sondern auch auf allen weiteren Erdteilen. Wein wird heute in 195 Ländern angebaut. Generell lässt sich festhalten, dass Weinbau auf der nördlichen Halbkugel zwischen dem 30. und 50. Breitengrad und auf der südlichen Halbkugel zwischen dem 30. und 40. Breitengrad passende klimatische Bedingungen vorfindet.
Was alles ist Wein?
Wein, vinum, οἶνος, wayn, wine, vin wird aus Trauben, vielmehr den Beeren der traubenförmigen, getreckten Rispe der Weinrebe Vitis vinifera mittels alkoholischer Gärung hergestellt. Wein aus Weintrauben muss EU weit wenigsten 8,5 Volumenprozent Alkohol beinhalten. Der in den Beeren enthaltene Fruchtzucker wird mittels der traubeneigenen oder zugegebenen Hefen bei der Gärung in Alkohol umgewandelt.
Natürlich können auch andere Früchte und Beeren vergären. Das muss auf jeden Fall auf dem Etikett kenntlich gemacht sein, dass es sich um z. B. Äppelwoi, sprich Apfelwein, oder Stachelbeerwein handelt. Klassischer Wein bedeutet immer, dass er aus dem Rebensaft heller oder dunkler Trauben hergestellt wurde und Alkohol enthält. Aufgrund der vielen Rebsorten und der verschiedenen Herstellungsverfahren gibt es Weißwein, Rotwein, Roséwein, Orangewein, Naturel wine, Schaum- oder Perlwein. Die Hefen „arbeiten“ fleißig den Zucker in Alkohol um, solange das Milieu für sie angenehm ist, sprich die Temperatur nicht zu tief oder hoch und auch nicht schon zu viel Alkohol in ihrem Umfeld entstanden ist. Ab 17,5 % Vol. Alkohol sterben sie ab, egal wieviel Zucker sie noch umgibt.
Dieser Umstand wird sich gezielt zunutze gemacht, um aufgespritete Weine, also mit Brandwein verstärkte Weine, zu produzieren. Bekannte und berühmte Beispiele dafür sind der portugiesische Portwein und der im Roussillon typische Vin Doux Naturel Banyuls. Auch Madeira, Sherry und Marsala werden so bearbeitet und zählen zu den Likörweinen mit mehr als 17,5 % Vol. Alkohol. Zum Teil gehört Wermut, bzw. Vermouth, auch in die Kategorie. Allerdings gilt der würzige mit Kräutern aromatisierte Aperitif mit seinen mindestens 14,5 % Vol. Alkohol als weinhaltiges Getränk.
Wein, als Spiegel der Entwicklung
Wein ist eine Kulturpflanze, die Menschen ein Leben lang begleiten kann. Weinstöcke können über 100 Jahre alt werden. Sie sind knorrige Zeitzeugen von Generationen. Als solche ranken sie an Häusern und beschatten Vorplätze und Innenhöfe. In einigen Ländern ist es immer noch Brauch den eigenen „Familienwein“ zu keltern. In früheren Jahrhunderten, auch noch in der beginnenden Industrialisierung, war Wein ein wichtiges Lebensmittel. Anstelle unreinen Wassers stillte er den Durst und war heiß oder kalt getrunken, gesüßt oder mit Brot eingestippt sättigend zugleich.Rund um den Wein entwickelten sich Berufe, die sowohl Handwerk, Transport, Handel und natürlich die Arbeit im Weinberg und Keller betrafen. Küfer, Schröter, Weinsticher, Karcher, Visierer waren mittelalterliche Berufe rund um die Vermarktung und den Transport von Wein in Fässern. Fuhrwerke und Schiffe mit großen Fässern voller Wein waren gewohntes Bild in Ortschaften und an Anlegern. Noch bis ins 20. Jahrhundert konnte sich das ein oder andere Gewerk halten. Mit zunehmender Technisierung und Motorisierung verschwanden die Pferdefuhrwerke und Fässer aus dem öffentlichen Raum. Große Tanks in Kellern und Tanklastzüge auf den neuen Straßen machten Wein weniger gegenwärtig im Lebensalltag der sich vergrößernden Städte und Gemeinden. Andere Getränke und Genussmittel eroberten mit dem wachsenden Wohlstand der Bevölkerung nach dem zweiten Weltkrieg die Regale in den Lebensmittelläden. Supermärkte offerierten Waren aus Nachbarländern – u.a. auch „fremde“ Weine. Ein neuer kommerzieller, internationaler Weinmarkt wächst heran. Neue Berufe rund um den Weinbau und Weintourismus entstehen. Auch die Arbeit im Weinberg wird modernisiert und auf mehr Ertrag getrimmt.
Wein im Wandel
Der Rebstock ist aus Verwüstungen wie der Reblaus Krise und Kriegen immer wieder „auferstanden“. Zäh, tief verwurzelt in der Erde und in unserer Kultur bezeugt er vom Grundnahrungsmittel bis zum Luxusgut den Wandel der Zeiten. Natürlich ist der heute betriebene Weinanbau eine Monokultur. Die mit Rebstöcken bevölkerten Terrassen entlang schiffbarer Flüsse erzählen ihre Geschichte und verheißen Zukunft. Eine Kontinuität, die als selbstverständlich genommen doch ins Wanken gerät. Klima- und Gesinnungswandel setzen den Winzern in den letzten Jahren vermehrt zu.
Wein in Zeiten des Klimawandels
Erst als Kapriolen verunglimpft, sind die Wetterereignisse der letzten Jahre eindeutige Zeichen eines klimatischen Wandels. Die Weinrebe ist als Pflanze privilegiert. Sie kann sehr tief wurzeln und sich je nach Untergrund lange mit Wasser versorgen. Aber Frost oder zu langanhaltende Hitze und Trockenheit setzen auch dem Weinstock zu. Je nach Rebsorte gibt es unterschiedliche Anfälligkeiten für Krankheiten wie echter oder falscher Mehltau, die verstärkt bei Extremwetter auftreten.Während die Winzer in Deutschland früher um jedes Grad Oechsle mehr dankbar waren, ist die optimale Reife hier in dem nördlichen Gürtel des Weinanbaus längst kein Thema mehr. Gebiete wie Mittelrhein zählen mit zu den Profiteuren. Alte Rebstöcke auf steilen Schieferlagen erlangen durch ein Mehr an Sonnenstunden und höheren Temperaturen optimale Reife und Top-Qualitäten, während die früheren Gewinner in exponierten Lagen südlicher Anbaugebiete nun mit Wassermangel und zu früher Reife zu kämpfen haben. Im Süden Europas wird schon der Wein gelesen, bevor Urlauber ihre Sommerferien am Mittelmeer starten. Sintflutartige Regenfälle und Hagelschlag treffen immer häufiger den Ertrag und die Existenz bedrohend Weinberge und deren Besitzer.
Neben der Ausrichtung, wie die Rebstöcke den Weinberg bevölkern und dem Rebschnitt, der vermehrt auch Schatten spendend ausgeführt wird, haben Winzer zu den hierzulande herkömmlichen Rebsorten eine Auswahl an pilzwiderstandsfähiger Neuzüchtungen zur Verfügung. Die kurzgenannten „PIWIS“ sind Rebsorten, die in den veränderten Witterungsverhältnissen deutlich weniger Krankheiten ausbilden. Damit einher geht, dass deutlich weniger Spritzmittel in den Weinberg ausgebracht werden müssen. Bereits 1967 wurde schon die Sorte Regent hier in Deutschland gezüchtet und ist fast 60 Jahre später hier gut etabliert. An Namen wie z. B. Solaris, Souvignier Gris, Cabertin oder Satin Noir müssen sich Weinkonsumenten erst noch gewöhnen. Aber diese den Herausforderungen des Wetters besser angepassten Pflanzen sind im Kommen. Zumal der ökologische Vorteil durch weniger chemisch belastete Weinberge wie ein doppelter Gewinn wirkt – für Winzer und Verbraucher.
Neue Kreuzungen anzupflanzen ist eine Methode für die Gestaltung im Weinberg, sich ganz alter Methoden naturnaher Bewirtschaftung zu entscheiden eine weitere. Beide Verfahren schließen sich nicht aus. Auch die Rückbesinnung auf alte, autochthone Rebsorten und ökologische oder biodynamische Anbauweise stärken die Resilienz der Pflanzen und macht sie damit weniger anfällig. Mehr dazu hier: Autochthone Rebsorten
Ein wesentlicher Einschnitt ist die Stilllegung von Anbauflächen. Aber auch das ist ein probates Mittel. So ist im Bordeaux die Anbaufläche im Jahr 2024 erstmals seit Jahrzehnten unter 100.000 Hektar gesunken, Tendenz weiter fallend. Das ist nicht nur dem Klima geschuldet, sondern auch dem sich verändernden Konsumverhalten von Weinliebhabern.



Wein in Zeiten des Gesinnungswandels
Der selbstverständliche Umgang mit Wein in unserem heutigen Alltag gerät ins Visier. Ist die von den Babyboomern gepflegte Genuss-Gewohnheit mit Weinen aller Couleur noch zeitgemäß? Bis vor kurzem gehörte zur mediterranen Diät oder auch Mittelmeerkost genannt, durchaus das Gläschen Wein dazu, um auf gesunde Art und Weise älter zu werden. In Frankreich zählte es zum normalen Arbeitsalltag ein ausgiebiges Mittagessen mit einem Glas Wein zu verzehren. Einfache Landweine von regionalen Winzern abgefüllt wurden in 5 oder 10 Liter Plastikkanistern im Supermarché verkauft. In Italien ist, wenn lebendiges Treiben gegen Abend die Straßen füllt, klar dass zum gemeinsamen Abendessen Wein auf dem Tisch steht. Das mediterrane, unbeschwerte Lebensgefühl schwappt kulinarisch in die nördlicheren Länder Europas. Wenn Olivenöl und Wein nicht nur lecker, sondern auch noch gesund sind, warum das savoir vivre oder dolce vita nur im Urlaub zelebrieren? Generationen sonnenhungriger Ferienreisender lernten Bardolino am Gardasee, Sangria an der Costa Brava, Entre deux mers an Frankreichs Atlantik- und Mittelmeerstränden kennen und schätzen.Innerhalb ganz Europas, sprich der „alten“ Weinwelt, gehört Wein seit Generationen zum Leben dazu. Still- und Schaumweine werden im- und exportiert, so dass ein reger Handel über alle Grenzen floriert. Gerne werden regionale und inländische Produkte verzehrt, aber zum Allgemeinwissen gehören Produktkenntnisse über die erlesenen Tropfen aus berühmten Anbaugebieten wie der Champagne, Burgund, Rioja, Piemont oder Toskana selbstverständlich dazu. Deutsche Rieslinge werden in Norwegen und China getrunken. Weine aus Chile, Südafrika oder Kalifornien stehen in hiesigen Supermärkten – der Weinhandel ist längst global.
Über Jahre war der Bierkonsum rückläufig jetzt alkoholische Getränke generell. Der neue Lifestyle is(s)t gesund und (trinkt) alkoholfrei. Damit folgen junge Menschen teilweise unbewusst dem Appell der WHO, die generell Alkoholkonsum für gesundheitsschädlich hält.
Laut WHO lebt in Europa der größte Anteil Alkohol trinkender Bevölkerung. Die im Mai 2025 veröffentlichte Statistik des Bundesamtes für Gesundheit zum Alkoholkonsum in Deutschland berechnet einen pro Kopf Verbrauch von 10,6 Litern reinen Alkohols in der Bevölkerungsgruppe der 18- bis 64-Jährigen.
In vino veritas. Nach den harten Wahrheiten den Alkoholkonsum betreffend, wenden wir uns großen Worten zu, die ihre Übersetzung in viele Sprachen dieser Erde gefunden haben. Griechen, Römer, Perser, Chinesen und Germanen gingen schon früh davon aus, dass dem Weingenuss „die wahre Rede folgt“. Betrunkene lügen nicht. In aqua sanitas, was so viel bedeutet wie „Im Wasser liegt Gesundheit“, ist eine geschickte Überleitung zu entalkoholisiertem Wein. Der Alkohol bringt die Wahrheit zutage. Birgt entalkoholisierter Wein keine Wahrheit dafür mehr Gesundheit?
Wein ohne Alkohol
Damit Wein als Wein bezeichnet werden darf, muss er per Bestimmung 8,5 % Vol. Alkohol enthalten. Das macht schon die Bezeichnung der alkoholfreien Varianten schwierig. Alkoholfreier Wein widerspricht sich also selbst. Die gängige Lesart ist nun entalkoholisierter Wein, bzw. schäumendes Getränk aus entalkoholisertem Wein (= Schaumwein ohne Alkohol), was ja immerhin beinhaltet, dass mal Alkohol in dem Rebensaft war. Alkohol aus Flüssigkeiten zu entziehen ist nicht neu. Was dann von einem Genussprodukt wie Wein übrigbleibt, ist aktuell eine neue Spielwiese für Start-up-Unternehmen und Winzer. Gefühlt ein großer Trend, doch aktuell machen entalkoholisierte Weine und alkoholfreie, „trockene“ Alternativgetränke auf Tee Basis gerade mal ein Prozent des Umsatzes der Weinindustrie aus. Es wird viel probiert, vakuumdestilliert, durch Membranen diffundiert und filtriert, um den Alkohol nicht zu kostenintensiv aus dem Wein herauszubekommen. Was nach wie vor auf der Strecke bleibt, sind die Aromen. Das, was Sommeliers ausgiebig lernen zu differenzieren, um aus primär, sekundär und tertiär Aromen die Seele und Vita des Weines zu bestimmen. Immerhin tüfteln aber auch da schon clevere Hirne an der Aromarückgewinnung herum. Im Moment sind die Verfahren insgesamt noch recht teuer. Das sich doch so viel damit beschäftigt wird, ist ein Zeichen, dass dort in Zukunft ein größerer Markt erwartet wird und sich jetzige Investitionen lohnen werden. Immerhin ist Wein als Getränk etabliert. Wenn er dann ohne Alkohol wieder total gesund ist, und auch noch schmeckt, greifen Verbraucher beherzter in die Regale und ins Portemonnaie.Eine weitere Wahrheit ist, … dass Wein ein nicht unerheblicher Wirtschaftszweig ist, der Geld in regionale und Staatskassen spült.
Wein und Wirtschaft
Wie schon erwähnt sind mit dem Wein die verschiedensten handwerklichen und auch akademischen Berufe verknüpft. Das Önologie- & Weinbaustudium wird an extra dafür ausgebauten Hochschulen angeboten. Önologie ist die Lehre und Wissenschaft vom Wein. Auch der Master of Science in der Weinwirtschaft lässt sich an Hochschulen erreichen. Zur Internationalen Weinwirtschaft gehört auch die Sparte nachhaltiger Weintourismus, von Wandern bis zum Wohnmobiltourismus, in Weinbauregionen. Studierende können Tourismusmanagement und -ökonomie auch berufsbegleitend erlernen.
Weinanbaugebiete vermarkten sich, umwerben gezielt Erholungsuchende und laden zum abwechslungsreichen Verweilen in der Natur und Gaststube ein: - Weinevents finden mittlerweile fast ganzjährig in romantischen Weinortschaften statt.
- Ausgebaute Rad- und Wanderwege führen durch die mit lehrreichen Informationstafeln versehenen Weinberge.
- Verkostungen direkt beim Winzer mit bereitwilliger Erzählung über seine Weinbereitung und ggf. mit Kellerführung.
- Wohnmobilstellplätze werden von Weingütern in ihren Weinbergen oder ihren Höfen angeboten.
Gastronomie und Hotellerie in den Weinregionen leben von dem bewegungs- und genussfreudigen Publikum So kann Wein nicht nur als Handelsgut betrachtet werden. Natürlich lebt der weltweite Weinhandel von den von Winzern, Weinbauingenieuren, Weinbauern, Önologen, Weinbautechnikern und vielen anderen Berufen mehr, erzeugten Produkten. Wein ist aber so viel mehr als nur eine Handelsware!



Wein ist …
Wein ist unverzichtbar.Wein ist lebendig.
Wein verbindet Menschen über Ländergrenzen hinweg oder wie eine Freundin von mir meint:
„Wein ist Geselligkeit im absolut positiven Sinn.“
Es ist eine sehr persönliche Entscheidung Wein zu konsumieren. Genauso wie es eine persönliche Entscheidung ist Süßes zu naschen, Salziges zu knuspern und gegrillte Steaks zu mögen.
Eine Flasche Wein zu öffnen und mit Freunden zu teilen ist ein Stück gesellige Lebensfreude. Über die besondere Laune beim Verzehr perlender Schaumweine habe ich schon ausführlich in einer 7-teiligen Beitragsreihe geschwärmt. Mit einem Wein- oder Sektglas bei Feierlichkeiten miteinander anzustoßen,
bedeutet Zusammengehörigkeit, verbindende Emotionen und gemeinsames Feiern von Erfolgen oder schönen Ereignissen.
Diese Meinung teilen in Deutschland eine Mehrheit von Befragten: Laut einer vom Verband Deutscher Sektkellereien (VDS) in Auftrag gegebenen Umfrage (April 2025) sprechen sich 70 % der Befragten für einen verantwortungsvollen Konsum alkoholischer Getränke aus und 60 % trinken aus gesundheitlichen Gründen nur in Maßen Alkohol.
Nach dem „Es war einmal“ am Anfang folgt „Und Wein wuchs kräftig immer weiter fort und erfreute die Menschen auf der ganzen Welt“ als Happy End.

